Frühjahrskonzert 2009

Musiker spielen auf hohem Niveau

Erlenbach Höchststufen-Orchester des Musikvereins begeistern das Publikum mit facettenreichem Programm

Von Werner Glanz (Heilbronner Stimme, 23. März 2009)

Erlenbach 70 Bläserinnen und Bläser des Musikvereins Erlenbach haben in der frühlingshaft geschmückten und sehr gut besuchten Sulmtalhalle ein hochrangiges Konzert geboten. „Facetten der Musik“ machte den Abend zum Erlebnis. Das begeisterte Publikum erklatschte sich mit minutenlangem und rhythmischem Applaus noch zwei Zugaben. Melodie, Akkord und Rhythmus: Jeder Komponist orientiert sich an diesen drei Grundelementen der Musik. Orchesterchef Marco Rogalski verstand es einmal mehr, mit den ausgewählten Werken ein facettenreiches und abendfüllendes Programm mit hohem Unterhaltungswert zu formen.

Präziser Klangkörper In jeder Phase des Konzerts spürte man das wochenlange, enorme Probenpensum, bei denen nach Aussage Rogalskis „beide Seiten sehr gefordert waren“. Der präzise spielende Klangkörper – ihm gehörten diesmal sehr viele Jungmusiker an – festigte seinen Ruf als Höchststufen-Orchester aufs Neue.
Begleitend zu den instrumentalen Stücken wurde auch Gesang eingesetzt. Tamara Rogalski bei „Gabriellas Song“ aus dem Film „Wie im Himmel“ sowie Sarah Wahl bei „He’s a Tramp“ (Sonny Burke/Peggy Lee). Beide hielten mit ihren Vorträgen das beachtliche Niveau. Gleiches gilt für die vielen solistischen Beiträge einiger Interpreten. Herausragend war hier Posaunist Benjamin Hahn bei „Feeling Good“. Als sehr kompetent erwies sich auch das Moderatorenteam Michaela und Wolfgang Keicher sowie Jasmin Wahl.
Das fanfarenartige Eröffnungswerk „Rise of the Firebird“ entführte die Zuhörer zunächst in die Mythologie des Phönix, des Feuervogels. „Nahr-Al-Alwaan“, was frei übersetzt „Fluss der Farben“ bedeutet, stellte danach mit seinen vielen Klangeffekten größte Herausforderungen an das Ensemble. Weich fließende Melodien und rasante Passagen prägten dieses anspruchvolle Stück. Die Darbietung wurde vom Publikum mit langem Beifall bedacht. Philip Spakes „A Midwest Celebration“, eine Komposition, die sowohl Traditionelles wie Ouvertüren und Märsche als auch die neuesten Originalwerke und Bearbeitungen enthält, hinterließ ebenso einen nachhaltigen Eindruck wie Spakes Marsch „Skyrider“.

Mozart Im zweiten Konzertteil zelebrierten die Musiker zunächst „Mozarts greatest Hits“. Auch mit „Innuendo“ (Queen) und dem „Mame Medley“ trafen Marco Rogalski und sein Orchester beim Publikum genau ins Schwarze. Der Komponist Hans Zimmer und seine Art, „Backdraft“ emotional, stellenweise bombastisch und aktionsgeladen zu vertonen, zog die Erlenbacher Musiker in einen Bann und stachelte sie zu weiteren musikalischen Höchstleistungen an.
Mit John Miles unvergänglichem Hit „Music“ endete das offizielle Programm. Doch erst nach dem Marsch „Orchesterwagen“ und dem Abba-Hit „Thank you for the Music“ (Gesang: Wahl/Rogalski), durften die Musiker von der Bühne.

Fruehjahrskonzert 2009 Fruehjahrskonzert 2009

Das Frühjahrskonzert in der Sulmtalhalle war einmal mehr ein großer Erfolg. Die Musiker spielten mehrere Zugaben. (Fotos: Werner Glanz)


Konzertprogramm zum Frühjahrskonzert (21. März 2009)

1. Teil: Musikverein Erlenbach
Dirigent: Marco Rogalski
Steven Reinecke Rise Of The Firebird
Sabri Dereli / Alex Poelman Nahr-Al-Alwaan „Fluss der Farben“
Philip Sparke A Midwest Celebration
Stefan Nilsson / Py Bäckmann
arr. Lars Erik Gudim
Gabriella’s Sang aus dem Film „Wie im Himmel“
Vocal-Solo: Tamara Rogalski
Philip Sparke Skyrider
Pause
2. Teil: Musikverein Erlenbach
Wolfgang Amadeus Mozart
arr. Toshio Mashima
Mozart’s Greatest Hits
Leslie Bricusse
arr. Stefan Schwalgin
Feeling Good
Posaunen-Solo: Benjamin Hahn
Freddy Mercury
arr. Rieks van der Heide
Innuendo performed by Queen
Hermann Jerryarr. Naohiro Iwai Mame Medley
Sonny Burke / Peggy Lee
arr. Lars Erik Gudim
He’s A Tramp
Vocal-Solo: Sarah Wahl
Hans Zimmer
arr. Masato Myokoin
Backdraft
John Miles
arr. Philip Sparke
Music

Das Programm zum Herunterladen – und alle weiteren Infos: Seite 1 | Seite 2

Galakonzert in Esslingen

Moderne Klänge beim Esslinger Galakonzert

Programm des Musikvereins Erlenbach begeistert Zuhörer der Jubiläumsveranstaltung im Neckar Forum

von Peter Glaser (aus Neckarsulmer Stimme, 28. November 2008)

Bei einer Konzertreise hatten die Musiker des Musikvereins Erlenbach erneut die Möglichkeit ihr Können unter Beweis zu stellen. Die Stadtkapelle Esslingen feierte ihr 100-jähriges Bestehen. Höhepunkt ihrer Jubiläumsveranstaltungen war jetzt ein Galakonzert. Zu dieser musikalischen Veranstaltung hatten die Verantwortlichen der Esslinger Stadtkapelle schon vor Monaten das Erlenbacher Höchststufenorchester zur Mitgestaltung eingeladen. Der Beginn des Konzertes gehörte ganz allein den Gastgebern. Im Auftrag des Bundespräsidenten wurde den Esslingern hierbei vor der Konzertpause die Pro-Musica-Plakette verliehen. Nachdem schon in den Nachmittagsstunden bei einer Einspielprobe die akustischen Gegebenheiten im imposanten Neckar Forum ausgelotet wurden, war nun die Bühne frei für Dirigent Marco Rogalski und sein Erlenbacher Blasorchester. Moderne Arrangements der Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart, Manuel de Falla, Freddie Mercury und John Miles überzeugten das fachliche Publikum. Umjubelt war auch das Zusammenspiel zwischen Orchester und Sängerin Sarah Wahl bei „On the sunny side of the street“. Michaela und Wolfgang Keicher moderierten humorvoll und sachkundig durch den Abend. Nach dem Überreichen eines Erlenbacher Gastgeschenks an den Jubiläumsverein endete für die Unterländer Musikerinnen und Musiker ein gelungener Konzertbeitrag mit zwei Zugaben. Viele Besucher lobten nach dem Auftritt die faszinierende Leichtigkeit im Spiel des Erlenbacher Musikvereins.

Esslinger Galakonzert 2008Spielte fröhlich auf: der Musikverein Erlenbach, der jetzt im Esslinger Neckar Forum zu Gast gewesen ist. (Foto: privat)

Galakonzert in Esslingen

Sonntag, 19. Oktober 2008 – 18:05 Uhr

Die Stadtkapelle Esslingen feiert in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen. Der Höhepunkt ihrer Jubiläumsveranstaltungen 2008 ist am 15. November ein Galakonzert mit der Verleihung der seltenen Pro-Musica-Plakette. Schon vor Monaten suchten die Verantwortlichen der Esslinger Stadtkapelle ein geeignetes Höchststufenorchester zur Mitgestaltung des Konzertabends. Die Wahl fiel schon damals auf den Musikverein Erlenbach. Als Veranstaltungsort wurde das imposante Neckar Forum in Esslingen gewählt. Der Musikverein Erlenbach bedankt sich herzlich für diese Einladung und ist gerne bereit sein musikalisches Können zu zeigen. Gemeinsam mit den Esslinger Musikern und Ihrem Dirigenten Michael Unger freuen sich die Erlenbacher auf einen Abend mit tollen musikalischen Darbietungen. Auf Wunsch des Jubilars gestaltet der Musikverein Erlenbach unter der Leitung von Marco Rogalski den zweiten Teil des Jubiläumskonzertes. Im Erlenbacher Reisegepäck liegt nicht nur ein Gastgeschenk, sondern ein musikalisches zeitenüberspannendes Gebinde von Wolfgang Amadues Mozart über Manuel de Falla bis Freddie Mercury.

Eröffnungskonzert Festival Schloss Kapfenburg

Musikverein Erlenbach auf Schloss Kapfenburg

Von Peter Glaser

„Der Musikverein Erlenbach war spitze“, so das Fazit des Akademiedirektors Erich W. Hacker nach der Eröffnungsveranstaltung des 9. Festival Schloss Kapfenburg bei Lauchheim. Die Erlenbacher Musiker waren nach einer Einladung der Internationalen Musikschulakademie Kulturzentrum Schloss Kapfenburg angereist, um bei der spektakulären Eröffnungsperformance alle Register ihres Könnens zu ziehen. Bereits zwei Tage vor der Veranstaltung begannen unter absolut professionellen Bedingungen für das Höchststufenorchester die notwendigen Licht-, Ton- und Technikproben. Unter der Leitung ihres Dirigenten Marco Rogalski fungierten die Musiker als Sinfonisches Blasorchester und harmonisierten perfekt mit integrierten Streichern der Jungen Philharmonie Ostwürttemberg und dem Jungen Kammerchor Ostwürttemberg. In Rogalski’s Händen lag hierbei auch die musikalische Gesamtleitung.
„In situ 9 – terra et mundus“. Welt und Weltall. Das Thema des Abends wurde mit beeindruckender Präzision umgesetzt. Gerald Friese führte Regie und entwickelte mit szenischen Darstellungen gleichzeitig als Schauspieler eine weltenumspannende Dramaturgie. Mit Texten, unter anderem aus dem Johannes-Evangelium, Goethes Faust oder „die Zeit der Steine“ von Erich Fried näherte er sich der Thematik. Vor dem eigentlichen Event stand aber eine Welturaufführung. Walter Ratzek, der aus Offenau stammende Komponist, Dirigent und Leiter des Musikkorps der Bundeswehr, hatte speziell zur Eröffnung des Festivals ein beeindruckendes Werk auf Papier gebracht. Persönlich anwesend, erläuterte er vor der erstmaligen Aufführung den über eintausend Besuchern seine „Intrada“, ein monumentaler Querschnitt durch vier Jahrhunderte Musikgeschichte.
Mit „Jupiter – the Bringer of Jollity“ von Gustav Holst begann dann nach Einbruch der Dunkelheit das eigentliche Wechselspiel zwischen Licht, Klang, Wort und Feuerwerk. Hierbei setzte Joachim Berner, seines Zeichens Weltmeister der Pyrotechnik, mit seinem Feuerwerk schon zu Beginn überraschende effektvolle Glanzpunkte. Im Zusammenspiel mit Musiker und Chor überzeugte Gesangssolistin Barbara Grabowski bei „I vow to thee my country“. Beim „Feuertanz“ von Manuel de Falla verwandelten die genialen Lichteffekte im Dialog mit dem feurig vorgetragenen Klängen das ganze Schloss in ein imaginäres Flammenmeer. Bei der finalen „Symphonie no. 3 Planet Earth“ von Johan de Meij waren dann die Augen und Ohren der Besucher gleichermaßen gefordert. Absolut perfekt war dabei die Synchronität zwischen Musik und Feuerwerk. Es blitzte, funkelte und der Himmel brannte über den ehrwürdigen Mauern von Schloss Kapfenburg. Die Zuschauer waren begeistert. Hoch zufrieden war nach der gelungenen Präsentation auch der Erlenbacher Dirigent: „Ich habe meinen Musikern und allen Gästen ein unvergessliches musikalisches Erlebnis versprochen und ich habe mein Wort gehalten“, so Rogalski.

Festival Schloss Kapfenburg 2008

Das sinfonische Blasorchester Erlenbach bei der Probenarbeit auf Schloss Kapfenburg. (Foto: Michaela Keicher)

Frühjahrskonzert 2008

Samstag, 22. März 2008

Am Samstag, den 15. März 2008 fand unser diesjähriges Frühjahrskonzert unter dem Motto „Menschen und Welten“ statt. Im ersten Teil des Programms boten wir dem Zuhörer, aber auch den Musikern selbst, anspruchsvolle Stücke mit den Werken von Gustav Holst („Mars“ und „Jupiter“) und Manuel de Falla („Feuertanz“). Den Höhepunkt setzten wir mit dem 2. Satz aus der „Symphony no. 3 Planet Earth“ von Johan de Meij.
Nach der Pause erhielten wir „Unterstützung“ vom Chor der Grund- und Hauptschule Erlenbach unter der Leitung von Marika Massa, der das Publikum bei drei Stücken mit seinen Kinderstimmmen erfreute.
Neben Stücken, die unser Konzertthema direkt aufgriffen, wie Michael Jacksons „Earth Song“, boten wir mit „Return to Neverland“ (Filmmusik aus Walt Disney’s Peter Pan) und der Zugabe „Willow“ aus dem gleichnamigen Film dem Zuhörer einen weiteren Aspekt der immer aktuelleren Beziehung Erde und Mensch.

Den Abschluss eines erfolgreichen und tollen Abends finden sie in unserer Bildergalerie, den Konzertartikel aus der Heilbronner Stimme wie immer hier.

Frühjahrskonzert 2008

Bravourös musiziert

Erlenbach Ambitionierte Instrumentalisten und Sänger geben umjubeltes Konzert

Von Werner Glanz (Heilbronner Stimme, 17. März 2008)

Ein ambitioniertes Blasorchester, ein gut geschulter Kinderchor der Grund- und Hauptschule, mehrere Mitglieder der Musikschule Unterer Neckar und ein musikalischer Leiter Marco Rogalski, der alle Fäden zusammenhält: Das sind die Zutaten zu einer außergewöhnlichen, substanzreichen Konzertreise des Musikvereins Erlenbach (MVE) in der voll besetzten Sulmtalhalle.
Mit der „Fanfare for the Common Man“ (Aaron Copland) beginnt die Zeitreise auf der Umlaufbahn unseres Sonnensystems, um am Ende wieder auf dem mit Leben erfüllten „blauen Planeten“ Erde anzukommen. Daher auch das Motto des gelungenen Abends „Menschen und Welten“.
Herausforderung Kompositionen von Gustav Holst werden für das 70-köpfige Ensemble zu einer großen Herausforderung. Sein Meisterstück liefert das MVE-Orchester zweifelsohne bei den aus der Suite „Die Planeten“ stammenden Sätze „Mars“ und „Jupiter“ ab. Da werden selbst schwierigste Tonarten, Tempo- und Rhythmuswechsel mit Bravour gemeistert. Der „Feuertanz“ (Manuel de Falla), nicht minder anspruchsvoll, ist dagegen für die Zuhörer nicht mehr die ganze schwere (Musik-)Kost wie zuvor. Auch bei Holst „I vow to thee, my country“ ist das Höchststufen-Orchester ein überaus souveräner Begleiter für das Vocalensemble der Musikschule Unterer Neckar (Leitung Simone Fessner). Mit viel Spielfreude, solistischer Klasse und dem Kinderchor der Grund- und Hauptschule geht es beschwingt in den zweiten Teil des Konzertabends.
„It’s a small world“, „Lieder, die wie Brücken sind“ und Michael Jacksons „We are the world“ werden von Schülern der Klassen zwei bis fünf mit sichtbarer Freude ausdrucksstark vorgetragen. Herzlicher Applaus für die große Leistung des Chors von Marika Massa, aber auch für die MVE-Solostimmen Sarah und Jasmin Wahl, Markus Leitz und Daniel Hahn. Rogalskis Orchester gefällt durch sein akzentuiertes und dezentes Zusammenspiel.
Anspruchsvoll Mit „Return to neverland“, „Earth song“ (M. Jackson) und Louis Armstrongs „What a wonderful world“ (Flügelhornsolo Markus Leitz) neigt sich das anspruchsvolle und umjubelte Konzert dem Ende entgegen. Zum Gelingen tragen die Moderatoren Wolfgang Keicher, Michaela Keicher und Ramona Keicher als Fee bei.
Die Schlussworte gehören Klaus Varga, MVE-Vorsitzender, und Marco Rogalski, der die Besucher auffordert: „Nehmen sie die Musik und die Welt mit nach Hause.“ Und an seine Musiker gerichtet: „Ich hab euch lieb.“ Das sagt wohl alles.

Fruehjahrskonzert 2008

Das Frühjahrskonzert „Menschen und Welten“ des Musikvereins Erlenbach wurde ein großer Erfolg. Am Ende gab es stehenden Applaus. (Foto: Werner Glanz)


 

Konzertprogramm zum Frühjahrskonzert (15. März 2008)

 

1. Teil: Musikverein Erlenbach
Dirigent: Marco Rogalski
Aaron Copland Fanfare for the Common Man
Gustav Holst
edited by Alfred Reed
Mars, the Bringer of War (aus der Suite „The Planets“)
Gustav Holst
edited by Alfred Reed
Jupiter, the Bringer of Jollity (aus der Suite „The Planets“)
Manuel de Falla
arr. Walter Ratzek
Feuertanz
Johan de Meij 2. Satz aus Symphony no. 3 Planet Earth
Gustav Holst
for band by Ralph Vaughan Williams
I Vow To Thee, My Country
Pause
2. Teil: Musikverein Erlenbach
Dirigent: Marco Rogalski
Richard und Robert Sherman
arr. Toshio Mashima
It’s A Small World
Rolf Zuckowski
arr. Thorsten Reinau
Lieder die wie Brücken sind
Michael Jackson & Lionel Richie
arr. Frank Bernaerts
We Are The World
arr. Peter Kleine Schaars Return To Neverland (aus Walt Disney’s Peter Pan)
Michael Jackson
arr. Ron Sebregts
Earth Song
Louis Armstrong
arr. L. Pusceddu
What a

Frühjahrskonzert 2007

Musiker brillieren auf hohem Niveau

Erlenbach Musikverein gibt zusammen mit der Stadtkapelle Esslingen ein rauschendes Konzert in der Sulmtalhalle

Von Werner Glanz (Heilbronner Stimme, 20. März 2007)

Wohl selten zuvor war ein Konzert des Musikvereins Erlenbach besser besucht als am Samstagabend. In der Sulmtalhalle erlebten rund 500 Zuhörer ein rauschendes „Mosaik-Konzert“ mit dem Blasorchester des Veranstalters und der Stadtkapelle Esslingen. Die Liebhaber sinfonischer Blasmusik kamen durch die Vielfalt bunter Klangflächen, Stücken und Rhythmen voll auf ihre Kosten. Beide Orchester überzeugten durch musikalischen Schwung, Präzision und instrumentaler Versiertheit.
Unter dem straffen Dirigat von Michael Unger eröffnete die Gastkapelle mit „The Earl of Oxford’s March“ das Konzert. Das vom englischen Komponisten Philip Sparke bearbeitete Werk erklang brillant und farbenreich. Auch die weiteren, teils sehr anspruchsvollen Stücke, boten eine mitreißende Musik mit zahlreichen Effekten. Besonders Alfred Reeds „El Camino réal“ wurde als schwelgerisches Werk mit spanischem Klangkolorit von den 45 Musikern intoniert.
Das Erlenbacher Orchester unter der Leitung von Marco Rogalski legte im zweiten Teil noch eine Schippe drauf. Gleich beim dreisätzigen Werk „The King Across the Water“, das auf den Taten von Bonnie Prince Charlie basiert, kam die Vielfalt der Bläser und des Schlagzeugregisters zum Ausdruck. Eine noch größere Intensität und Dynamik erzielte das 60 Köpfe zählende Orchester beim sehr schwierigen „Yiddish Dances“ (Adam Gorb). Das Werk, das zwei musikalische Passionen vereint, nämlich symphonische Blasmusik und Klezmer, die Volksmusik des jiddisch sprechenden Volkes, wurde meisterhaft, konturenscharf und stets effektvoll vermittelt. Als Solist überzeugte an der Es-Klarinette Dietmar Rotter.
Danach profilierte sich die Perkussion-Ecke bei „Kongolela“, ein von Jan Magne Fordes für Blasmusik Jazz-vertonter afrikanischer Volksgesang. Das Schlagwerk entwickelte hierbei eine unwiderstehliche Sogwirkung. Wohl dem Ensemble, in dessen Reihen eine so begnadete Sängerin sitzt wie Sarah Wahl. Die 19-Jährige erhielt für ihren Sologesang „I will always love you“, aus dem Film „Bodyguard“, tosenden Applaus.
Als weitere instrumentale Glanzlichter reihten sich „Bohemian Rhapsody“, ein Frühwerk von Freddy Mercury, und die Elgar-Suite „Pomp and Circumstance“ an. Letzteres, das England als ruhmreiche Kriegsmacht verherrlicht, lag den Bläsern schon von der Gattung her. Dezent in der Dynamik und leichtfüßig im Rhythmus geriet das Stück zu einem Höhepunkt des Abends.
Das begeisterte Publikum erklatschte zwei Zugaben. Ein großes Lob gebührt auch dem Moderatorenteam Michaela Keicher, Jasmin Wahl, Wolfgang Keicher und Klaus Danner (Esslingen) für ihre informative und kurzweilige Ansage.

Fruehjahrskonzert 2007

Das Blasorchester des Musikvereins Erlenbach überzeugte beim Frühjahrskonzert das Publikum mit einer tadellosen Leistung. (Foto: Werner Glanz)


 

Konzertprogramm zum Frühjahrskonzert (17. März 2007)

 

1. Teil: Stadtkapelle Esslingen
Dirigent: Michael Unger
William Byrd
arr. Philip Sparke
The Earl of Oxford’s March
Bert Appermont (* 1973) Jericho
King Henry VIII. (1491 – 1547)
arr. Philip Sparke
Pastime with Good Company
Stephan Adam (*1954)
arr. Michael Sweeny
Challenge
Alfred Reed (1921 – 2005) El Camino réal
Pause
2. Teil: Musikverein Erlenbach
Dirigent: Marco Rogalski
Bruce Fraser The King Across The Water
Adam Gorb Yiddish Dances
Jan Magne Forde Kongolea
Dolly Parton
arr. John Glenesk Mortimer
I Will Always Love You
Freddie Mercury
arr. Alan Catherall
Bohemian Rhapsody
Edward Elgar (1857 – 1934)
arr. Alfred Reed
Pomp and Circumstance, Marsch Nr. 1

Kirchenkonzert 2006

Orchester sorgt für musikalischen Genuss

Musikverein Erlenbach spielt in der heimischen Sankt-Martinus-Kirche

Von Werner Glanz (Heilbronner Stimme, 13. Dezember 2006)

Ein beeindruckendes Konzert gab das Orchester des Musikvereins Erlenbach in der heimischen Sankt-Martinus-Kirche. Unter der Leitung von Marco Rogalski intonierte das über 60 Köpfe zählende Ensemble mit sichtlicher Spielfreude Lieder zur Advents- und Weihnachtszeit. Die Spendengelder werden zur Renovierung des katholischen Gemeindehauses, dem Berthold-Bühl-Heim verwendet.
Pfarrer Hansjörg Krämer hatte zu Beginn der stattlichen Zuhörerschar einen „musikalischen Genuss“ versprochen. Mit „Dubinushka“ ging das Höchststufen-Orchester sogleich ans Werk, um diese Aussage auch in die Tat umzusetzen. Der Auftakt gelang hervorragend, wobei das ausdrucksstarke Ensemble trotz schwieriger Klangverhältnisse auch die weiteren anspruchvollen Stücke problemlos meisterte.
Schillernde Klangfarben entfaltete das Orchester beim „Huldigungsmarsch“ und im „Schafe sollen sorglos weiden“ treten Susanne Kühner und Stefanie Bergmann mit ihren Querflöten in einen Dialog mit dem Orchester. Die Sulmtäler haben weitere Virtuosen in ihren Reihen: Dietmar Rotter (Klarinette) und Carina Rotter (Horn) beim „Duett für Klarinette und Horn“ sowie bei „Chanson de Matin“ Klarinettist Stefan Rotter.
Star des Abends waren zwei junge Damen: Orchestermitglied Sarah Wahl, die zusammen mit Tamara Rogalski, Tochter des musikalischen Leiters, gesanglich das schwierige „Pie Jesu“ meisterhaft bewältigte.
Dass er nicht nur den Musikverein als Vorsitzenden führen kann, sondern auch mit dem Euphonium vorzüglich umzugehen vermag, bewies Klaus Varga bei „Variants on an English hymn tune“. Mit höchster Präzision gelangen ihm alle schwierigen Passagen. Es folgte das getragene und schlichte „Amen“. Im „Winter-Reggae“ profilierten sich weitere Solisten: Das Saxophon-Register und Rolf Varga mit seiner Bassklarinette.
Spritzig präsentierte das Orchester dann den originellen „Christmas Calypso“, bevor die meisterhafte Darbietung auch schon dem Ende entgegen strebte. Bei den abschließenden Weisen, „Leise rieselt der Schnee“ und „Süßer die Glocken nie klingen“, durfte das Publikum mitsingen. Trotz starken Beifalls gab es keine Zugabe.
Kirchenkonzert St. Martinuskirche

Sarah Wahl (rechts) und Tamara Rogalski überzeugten in der vollbesetzten Sankt-Martinus-Kirche als Gesangssolisten.(Foto: Werner Glanz )

Frühjahrskonzert 2006

Das Blasorchester des Musikvereins Erlenbach begeisterte mit seinem Frühjahrskonzert das Publikum in der Sulmtalhalle mit einer tadellosen Leistung.

Musikverein Erlenbach stellt Frühjahrskonzert in der Sulmtalhalle unter das Motto „Sparkling Music“ Jede Menge prickelnder Augenblicke

Von Werner Glanz (Heilbronner Stimme, 27. März 2006)

Fruehjahrskonzert 2006

Mit einem musikalischen Feuerwerk zog das Blasorchester des Musikvereins Erlenbach am Samstagabend in der bis auf den letzten Platz besetzten Sulmtalhalle das Publikum in seinen Bann. Das Frühjahrskonzert „Sparkling Music“ war für alle eine prickelnde Angelegenheit. Für das Motto des Abends musste der englische Komponist Philip Sparke Pate stehen. Erlenbachs Musiker ersetzten kurzerhand das „e“ von Sparke durch ein „ling“. Sparkling wiederum bedeutet übersetzt perlend, zündend, prickelnd, begeisternd. Alles Eigenschaften, die in der dargebotenen Musik zu finden sind.
Schon der Auftakt mit Sparkes „Marchissimo“ ist vom musikalischen Leiter Marco Rogalski glänzend gewählt. Das Stück ist so aufgebaut,dass ein Musiker nach dem anderen einsetzt – bis schließlich die volle Orchesterstärke erreicht ist. „Marchissiomo“ beinhaltet drei Märsche in einem, vom Höchststufen-Orchester blitzsauber gespielt. Ein prächtiges Szenen-Kolorit schafft das 60-köpfige Ensemble beim japanischen „Jalan Jalan“ (Shin’ya Takahashi). Auch Sparkes „Variants on an English Hymn Tune“, eine Phantasie auf Nicaea für Euphonium und Orchester, wird mit absoluter Souveränität gemeistert. Das Solo spielt Klaus Varga. Vor der Pause erklingt noch Paul Harts „Silver Screen“. Die Begleitmusik zu einem Stummfilm, den es nie gab, wird von den Sulmtälern konturenscharf vermittelt.
Danach zeigen sich die Musiker, jetzt in Westen gekleidet, den technischen Ansprüchen bei „Mission Impossible“ glänzend gewachsen. Imposant ist dabei das Trompetensolo von Markus Leitz. Eine solistische Glanzleistung vollbringt auch Claudia Umminger bei John Lennons „Imagine“, ein Arrangement für Saxophonsolo und Band.
Nicht minder faszinierend sind die solistischen Passagen beim sehr rhythmischen „ABC“. Da fällt manchem Zuhörer das ruhige Sitzen schwer. Sehr reizvoll ist auch der Kontrast zwischen Orchester und Solist Benjamin Hahn bei „Misty“: Mit höchster Präzision gelingt hier das Wechselspiel.
Mit bekannten Melodien, von Toshio Mashima zu „Paris Montmartre“ komponiert, vermittelt das Ensemble danach eine begeisterte Atmosphäre und zugleich Pariser Flair im frühlingshaft geschmückten Kultursaal. Nach „Ich gehör’ nur mir“ aus dem Musical „Elisabeth“ steht das Publikum zum ersten Mal auf und spendet der 18-jährigen Solosängerin Sarah Wahl wie dem Orchester tosenden Beifall. Mit dem strahlenden und flotten Marsch „The Bandwagon“ (Philip Sparke) sollte eigentlich Schluss sein, doch das begeisterte Publikum erklatscht sich stehend zwei weitere Zugaben.
Die Ansage der Stücke erfolgt zuvor auf eine originelle Art mit Erlenbacher „Models“, alles Mitglieder der Jugendkapelle: Die Stücke sind visuell in Stoff gepackt. Die Fäden liefen hier bei Orchester-Mitglied Michaela Keicher zusammen.

Sängerin Sarah Wahl

Tosenden Beifall gab es für Sängerin Sarah Wahl.

 

Voranzeige zum Frühjahrskonzert 2006

Musikverein Erlenbach bereitet sich bei einem Probenwochenende auf den großen Auftritt vor – Fleißiges Üben für zündendes Konzert

(aus Heilbronner Stimme, 17.März 2006)

Probewochenende 2006 in Erlenbach

Für sein diesjähriges Frühjahrskonzert am 25. März in der Erlenbacher Kulturhalle hatte Dirigent Marco Rogalski seine rund 60 Erlenbacher Musikerinnen und Musiker ein ganzes Wochenende lang von Freitag bis Sonntag in der örtlichen Musikschule um sich geschart. Während dieser drei Tage bekamen die Vorträge des Frühjahrskonzertes in unzähligen Register- und Gesamtorchesterproben den letzten Schliff.
Das Programm steht in diesem Jahr unter dem Motto „Sparkling Music“, was soviel bedeutet wie perlend, zündend, funkelnd und glänzend.Außerdem stehen einige Werke des englischen Komponisten Philip Sparke auf dem Programm, welcher auch die Idee zum Konzertmotto gab. Blasmusikalische Spitzenklasse beinhalten die beiden Konzertstücke „Jalan-Jalan“ von Shin‘ya Takahashi und „Silver Screen“ von Paul Hart, die der Musikverein auch beim diesjährigen Kreisverbandswertungsspiel am 9. April in der Höchststufe vortragen wird.
Im 2. Konzertteil dominieren dann unterhaltsame und moderne Arrangements wie „ABC“ von Masamicz Amano oder die Titelmelodie zum Film „Mission Impossible“ von Lalo Schifrin.

Karten zu 7,50 Euro gibt es bei der Papeterie Lindheimer in Erlenbach und bei allen Musikern.

Frühjahrskonzert 2005

Musikverein Erlenbach verwandelte die Sulmtalhalle in ein Konzerthaus – Anspruchsvolle Stücke gespielt
Musikalische Reise im „Orient-Express“

Beim Frühjahrskonzert in der Sulmtalhalle wusste das Blasorchester des Musikvereins Erlenbach einmal mehr das Publikum von seiner Klasse zu überzeugen.

Von Werner Glanz (aus Heilbronner Stimme, 21. März 2005)

Fruehjahrskonzert 2005

Über 60 Bläserinnen und Bläser des Musikvereins Erlenbach boten am Wochenende in der originell geschmückten Sulmtalhalle ein hochrangiges Konzert. Orchesterchef Marco Rogalski hatte sein Ensemble auf den Punkt genau optimal vorbereitet.
In allen Stücken lässt Marco Rogalski sein Orchester nie dröhnen, lässt es nie ins Derbe abrutschen. Doch er forciert dabei auch stärkere Impulse und fülligeres Volumen. „Die Reisen des Mr. Music“ beginnen im „Orient Express“(Philip Sparke) und enden nach zweieinhalb Stunden in New Orleans. Dazwischen erklingen Originalwerke für Blasmusik und Arrangements in höchster Präzision. Und wenn es um die zahlreichen Soli geht, kann man wohlklingende und charakteristische Passagen hören, die sich von den Querflöten bis zum Schlagzeug ausdehnen.
Natürlich ist auch die Besetzung mit Klarinetten, Saxophonen und Blechblasinstrumenten komplett. Und: Mit Sarah Wahl ist eine ausgezeichnete Sängerin in den Reihen der Vereins. Sie stellt ihr Können mit dem Welthit „Don’t cry for me, Argentina“ und später bei einer Zugabe eindrucksvoll unter Beweis. Schon die Fahrt im berühmten „Orient Express“ versetzt die Zuhörer in Staunen, denn auf der Reise werden die Rhythmen und Geräusche einer Dampflok effektvoll nachgeahmt.
Die dreisätzige „London Suite“ (Eric Coates) ist danach angenehm aufnehmbare Musikkost, sie enthält jedoch einige technische Ansprüche,denen sich die Erlenbacher glänzend gewachsen zeigen. Der erste Teil klingt mit dem weltbekannten italienischen Volkslied „Funiculi-Funicula“, das Yo Goto zu einer Rhapsodie arrangierte, aus.
Nach der Pause geht die Reise zunächst über das spanische „Granada“ (Augustin Lara) auf den „schwarzen Kontinent“. In der „African Symphony“ verarbeitet Van McCoy typisch afrikanische Trommelrhythmen und untermalt diese mit Melodien, die an eine Safaritour erinnern.
Der „Radetzkymarsch“ gehört wohl zum Repertoire einer jeden Blaskapelle, doch die Bearbeitung von Edward Michaelson hat es in sich: „General Radetzky goes Chuckoo“ enthält durch zahlreiche Neben- und Klangeffekte einen besonders witzigen Charme. Feuer entfachen die Musiker im lateinamerikanischen „El Cumbanchero“, in dem die Drummer rhythmische Präzision beisteuern. Die Reisegeschichte endet mit der „South Rampart Street Parade“, wobei zahlreiche Soli nochmals die Qualität der Musiker belegen.
Zwei Zugaben beenden ein Konzert, das durch zwei weitere Namen geprägt ist: Michaela Keicher führt informativ durchs Programm, und der kleine Mr. Music hängt an den Fäden von Jasmin Wahl.