Berichte Konzert in Owingen

Frühlingskonzert in Haigerloch-Owingen

Ein Gemeinschaftskonzert der besonderen Klasse durfte der Musikverein Erlenbach zusammen mit seinen Musikfreunden aus Haigerloch-Owingen gestalten. Der Kontakt zur Musikkapelle Owingen kam durch unseren Tubisten Harald Stifel zustande, der aus Owingen stammt aber auch in Erlenbach musiziert. Bereits bei ihrem ersten Gastspiel auf dem Original Erlenbacher Weinfest 2010 wurde der Grundstein für dieses gemeinsame Konzert gelegt, und so machte sich am Samstag den 21. April pünktlich um 15.30 Uhr ein vollbesetzter Reisebus auf den Weg in den Zollernalbkreis.
Im ersten Teil des Frühjahrskonzertes erzählte der Musikverein Erlenbach unter Leitung seines Dirigenten Marco Rogalski aus seinem musikalischen Buch der Abenteurer und Helden. Mit „Auf Wellingtons Sieg bei Vittoria“ entführten wir die Zuhörer in die Zeit Napoleons. In diesem Orchesterwerk schildert Ludwig van Beethoven auf musikalische Weise die Niederlage der Franzosen und Spanier unter Napoleon gegen Engländer und Preußen unter Wellington. Dabei ist vor allem das kammermusikalische Zwischenspiel für 2 Flöten und 2 Klarinetten hervorzuheben.
Der sagenumwobene Ritter Ivanhoe aus dem Roman von Sir Walter Scott findet seine musikalische Umsetzung – unter anderem – in der aus drei Sätzen bestehenden Komposition „Ivanhoe“ von Bert Appermont.  Dabei wird über das gesamte Werk ein Spannungsbogen aufgebaut, welcher die Geschichte des Ivanhoe, zurückgekehrt aus den Kreuzzügen und für seine Ideale und Stellung am Hofe kämpfend, gelungen widerspiegelt.
Vielen ist die Figur des Scaramouches bereits begegnet. Sei es als maskierter Rächer im gleichnamigen Mantel-und-Degen-Film, in der Bohemian Rhapsody von Queen, oder eben in der ursprünglichen Form des Scaramuccia, aus der Commedia dell’arte. Philip Sparke komponierte 2004 für seine Reihe über dieses italienische Volkstheater „Scaramouche“ als Solokonzert für Euphonium und Orchester eigens für Katrina Marzella, der wohl besten Euphonistin unserer Zeit. Dabei werden Solist und Instrument alles abverlangt. Die mal fröhliche, mal traurige Natur des Abenteurers und Aufschneiders Scaramouche wird von Sparke mal in langsamer, melodiöser Ballade, mal in feurigem, technisch höchst anspruchsvollem Vivace zum Ausdruck gebracht. Bei unserer Aufführung brillierte Klaus Varga als Scaramouche am Euphonium. Dabei präsentierte er sich nicht als Aufschneider, sondern als Abenteurer und wahrer Könner an seinem Instrument.
„Gulliver’s Travels“, ebenfalls komponiert von Bert Appermont, erzählt die Reisen des Schiffsarztes Gulliver. Dabei gelingt es dem Erlenbacher Orchester, in vier kurzweiligen und äußerst abwechslungsreichen Sätzen komplett unterschiedliche Klangwelten zu schaffen. Sei es die Reise zur Insel Lilliput, nach Brobdingnag zum Land der Riesen, die Reise auf den schwebenden Inseln oder seine letzte Reise zum Land der Pferde.
„Papa can you hear me“ aus dem Film Yentl, im Original gesungen und gespielt von Barbra Streisand, ist ein stilles Gebet Yentls an ihren verstorbenen Vater. In diesem Stück begleitet das Orchester filigran Solistin Sarah Wahl, die mit ihrem ergreifenden Gesang das Publikum in ihren Bann zieht.
Bei „Tom and Jerry“ aus der gleichnamigen Zeichentrickserie ist es Komponist Scott Bradley perfekt gelungen, das Katz-und-Maus-Spiel der beiden Protagonisten lautmalerisch umzusetzen. An diesem Abend  jagte unser Posaunist Benjamin Hahn als „Tom“ den frechen „Jerry“ Markus Leitz an der Trompete quer durch das ganze Orchester. Diesem gelingt es doch spielerisch, im eins ums andere Mal zu entwischen und ihm dabei noch eine Nase zu drehen.
Mit „Marry Poppins“, einem Potpourri vieler bekannter Lieder aus dem gleichnamigen Disney-Film, bei dem es dem Kindermädchen Marry Poppins gelingt, jedes Kind zu trösten und selbst die bitterste Medizin zu schlucken, verabschiedete sich der Musikverein Erlenbach musikalisch von einem begeisterten Publikum.
Abschließend überreichte der Erlenbacher Vorsitzende Klaus Varga und Kapellenvorstand Markus Kerner als Geschenk eine wunderschön dekorierte Holzkiste mit edlem Erlenbacher Wein für die Owinger Musiker und Vorstandschaft.
Nach kurzer Pause eröffnete die Musikkapelle Owingen mit einem Choral den zweiten Teil des Konzertes.
Die musikalische Reise des Höchststufenorchesters unter Leitung ihres Dirigenten Frank Schnell beginnt in Bamberg. Komponist Ben Haemhouts, früher Posaunist bei den Bamberger Symphoniker, beschreibt mit „A Bamberg Fantasy“ die mittelalterliche Stadt in ihrer ganzen Schönheit und mit all ihrer Sehenswürdigkeiten. Mit wunderschönen, eingängigen Melodien, die durch alle Instrumentengruppen geführt werden, nimmt das Orchester die Zuhörer mit auf einen Spaziergang durch die historische Altstadt zur Regnitz, als die Melodie plötzlich in ein stürmisches Allegro in Moll umschlägt und die Reisenden von einem Gewitter überrascht werden. In dieser technisch äußerst anspruchsvollen Passage können sich vor allem Oboe und Klarinetten auszeichnen. Danach geht, als wenn nichts gewesen wäre, wieder die Sonne auf und das Hauptthema kehrt zurück in Dur, noch strahlender als zuvor.
Weiter geht die Reise nach Istanbul, das frühere Konstantinopel, mit dem „Orient Express“ von Philip Sparke. Nachdem sich die Hektik vor der Abfahrt am Pariser Ostbahnhof gelegt hat, beruhigt sich die Szenerie und Musiker und Zuhörer warten gebannt auf den Beginn der Reise. Das Schlagzeugregister muss ganz schön arbeiten, bis sich der Luxuszug endlich in Bewegung setzt. Doch, einmal in Schwung, gleitet die Zugfahrt, beschrieben durch ein fließendes, schwungvolles Thema auf dem Weg vorbei an Straßburg und Stuttgart nur so dahin. Der Albanstieg fordert Lokomotive und Orchester gleichermaßen, gelingt es dem Komponisten doch eindrücklich, diese Anstrengungen in Noten zu fassen. Doch das Owinger Blasorchester meistert auch diese schwierige Passage mit Bravur. Die Musik beruhigt sich wieder und der Orient Express erreicht München in der Nacht. Balkanklänge begleiten die Reisenden bei ihrer Fahrt durch Serbien und in die Türkei, bevor das Anfangsthema die Fahrt noch einmal Revue passieren lässt und der Zug mit den letzten Dampfstößen in den Bahnhof von Konstantinopel einfährt.
Die nächste Reise geht nicht so weit, sondern nur zur Musikschule ins benachbarte Hechingen. Dort unterrichtet die Musikpädagogin Maxi Herrmann. Sie ist in der musikalischen Früherziehung tätig und lehrt unter anderem das Akkordeonspiel. Heute brachte sie die „Rhapsody for Accordion and Orchestra“ des neuseeländischen Komponisten Gary Daverne zusammen mit der Musikkapelle Owingen zur Aufführung. Nun mag man sich fragen, geht sich Akkordeon mit Orchester überhaupt aus? In diesem Falle, ja. Es war ein weiterer Höhepunkt dieses Konzertabends. Ruhige, träumerische Melodien im Wechsel mit feurigen Husarenritten auf dem Akkordeon, mal virtuos begleitet, mal verstärkt durch das Blasorchester. Es war beeindruckend, wie Dirigent Frank Schnell sein Orchester führte, so dass die Solistin selbst an leisesten Stellen durch einen Klangkörper von knapp 70 Musikerinnen und Musiker drang.
Mit „Hits International“ von Manfred Schneider verabschiedete sich die Musikkapelle Owingen offiziell von seinem Publikum. Darin brachten sie die Hits „Cabaret“, „My Way“, „Bad, bad Leroy Brown“ und „New York New York“ schwungvoll zur Geltung. Anlässlich zweier Geburtstage in der Kapelle spielten die Gastgeber des Abends als Zugabe den „Geburtstags-Marsch“ von Ernst Mosch. Das Publikum, allen voran die Erlenbacher Musiker, klatschten und sangen kräftig mit.
Als besondere Überraschung konnten die Zuhörer nach dem Konzert ihre Eintrittskarten gegen ein Glas Erlenbacher Wein eintauschen. Dafür fuhr extra eine Abordnung der Owinger Musikanten wenige Tage vor dem Konzert nach Erlenbach, um Wein für die Veranstaltung zu besorgen. Nach dem Konzert hatten die Musiker beider Orchester nun die Gelegenheit, bei einem schönen Wein oder bei einem guten, kalten Bier miteinander ins Gespräch zu kommen und sich über das Konzert auszutauschen. Viel zu früh fand ein wunderschöner Konzertabend sein Ende.
Der Musikverein Erlenbach bedankt sich bei seinen Musikfreunden der Musikkapelle Owingen für das tolle Gemeinschaftskonzert. Bis bald, beim Original Erlenbacher Weinfest!
(von Patrick Mühleck)

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Haigerloch

Zwei Orchester sorgen für beste Unterhaltung

Schwarzwälder-Bote, vom 22.04.2012
Das Owinger Orchester unter der Leitung von Frank Schnell zeigte sich beim Frühlingskonzert von seiner besten Seite.<br /><br /><br /><br /><br /><br /><br /><br /><br /><br /><br /><br /><br /><br /><br /><br /><br /><br /><br /><br /><br /><br /><br /><br /><br /><br /><br /><br /><br /><br /><br /><br /><br /><br /><br /><br /><br /><br /><br /><br /><br />
Foto: Stifel Foto: Schwarzwälder-Bote
Das Owinger Orchester unter der Leitung von Frank Schnell zeigte sich beim Frühlingskonzert von seiner besten Seite. Foto: Stifel Foto: Schwarzwälder-Bote
Von Klaus Stifel

Haigerloch-Owingen. Es war ein wahrhaft beeindruckendes Gemeinschaftskonzert, das die Musikkapelle Owingen zusammen mit dem Musikverein aus Erlenbach am Samstag einem großen Publikum in der Eyachtalhalle am Samstag bot.
Zustande kam das Frühlingskonzert durch den Owinger Tubisten Harald Stifel, der auch im Musikverein Erlenbach Musikant ist. Die beiden Dirigenten Marco Rogalski (Erlenbach) und der Owinger Frank Schnell hatten ihre Musiker auch in schwierigen Phasen jederzeit voll im Griff. Beide Kapellen wurden ihrer Rolle als Höchststufenorchester voll und ganz gerecht.
Die Musiker des Gastorchesters aus dem Heilbronner Weingebiet traten als Abenteurer und Helden auf und begannen mit Beethovens „Wellingtons Sieg bei Vittoria“ anno 1813. England im Zeitalter der Kreuzzüge: In „Ivanhoe“ dominierten majestätische Klänge. Bert Appermont setzt hier lautmalerisch die emotionale Spannungslinie und Atmosphäre in mehrere Sätze um. Im anschließenden „Scaramouche“ glänzte der Vorsitzende des Musikvereins Erlenbach, Klaus Varga, auf seinem Euphonium.
Die Zuhörer konnten bei der Darbietung von „Gullivers Travels“ mühelos die Elemente dieser Geschichte über die abenteuerlichen Reisen des englischen Schiffarztes Lemuel Gulliver von Jonathan Swift verfolgen. Bei Auszügen aus dem Musical „Papa can you hear me“ überzeugte die Erlenbacher Solistin Sarah Wahl mit ihren Gesangsqualitäten.

Das Owinger Orchester unter Leitung von Frank Schnell begann mit „A Bamberg Fantasy“, wo das Publikum in die alte fränkische Kaiser- und Bischofsstadt mit dem frühgotischen Kaiserdom und dem weltberühmten Bamberger Reiter entführt wurde.
In „Orient-Express“ bestieg man den Monster-Express, der Fahrt aufnahm und über Straßburg, München, Wien, Budapest und Belgrad zischte. Die Leiterin der musikalischen Früherziehung im MV Owingen, Maxi Herrmann, stellte sich dem Stück „Rhapsody for accordeon and band“ und glänzte dabei in ihrem Solo teils mit rassiger Akkordeonmusik.
Zum krönenden Abschluss servierten die Owinger Musikanten schmissige Unterhaltungsmusik mit „Hits International“ von Manfred Schneider. Mit der Zugabe, dem „Geburtstagsmarsch“ von Ernst Mosch, gratulierten das Owinger Orchester gleich zwei Geburtstagkindern aus ihren aktiven Reihen.
Zum Abschluss schenkten die Erlenbacher Gäste noch ihren mitgebrachten Wein aus.

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Neckarsulmer Stimme vom 11. Mai 2012
Artikel: Peter Glaser
Foto: Werner Glanz

 

Konzertbericht Neckarsulmer Stimme vom 11. Mai 2012
Konzertbericht Neckarsulmer Stimme vom 11. Mai 2012

 

Bericht und Bilder Frühjahrskonzert

In der Bildergalerie sind die Aufnahmen des Frühjahrskonzertes 2012 schon eingefügt. Die Fotografen waren Michaela Keicher und Andreas Vogt.
Die Galerie zeigt Fotos der Hauptprobe am Freitag, 16. März, der Einspielprobe am Samstag, 17. März und dem Konzertabend am gleichen Tag.
Solisten des Konzertes waren Klaus Varga auf dem Euphonium, Alexandra Stritzel auf der Oboe, Christoph Zartmann mit der Mundharmonika und Sarah Wahl als Sängerin.
Michaela Keicher und Jasmin Wahl führten als Moderatorenteam ideenreich durch den Konzertabend.
Veranstaltungsort war die Kulturhalle des Gemeindezentrums Erlenbach.

Direkt zu den Bildern:
Bilder Frühjahrskonzert 2012

Am 19.03.2012 erschien in der Heilbronner Stimme ein Bericht von Werner Glanz über das Frühjahrskonzert.
Der Artikel wurde im Bereich Konzerte eingefügt.

Direkt zum Artikel:
Frühjahrskonzert 2012

Frühjahrskonzert 2012

Musikverein Erlenbach
Musikverein Erlenbach Frühjahrskonzert 2012
MV Erlenbach Frühjahrskonzert 2012
MV Erlenbach Frühjahrskonzert 2012 Programmfolge 1
MV Erlenbach Frühjahrskonzert 2012 Programmfolge 2
MV Erlenbach Frühjahrskonzert 2012 Programmfolge 2

Bericht Heilbronner Stimme vom 19.03.2012 Text und Bild Werner Glanz

Eine Bühne voller Helden

Mitreißendes Frühjahrskonzert des Musikvereins Erlenbach in der voll besetzten Sulmtalhalle

Von unserem Mitarbeiter Werner Glanz

ERLENBACH
Wer am Samstagabend das häusliche Sofa verlässt und sich für den Besuch von „Abenteurer und Helden“ entscheidet, wird in keiner Phase enttäuscht. Denn das Blasorchester des Musikvereins Erlenbach gibt beim Frühjahrskonzert alles, wofür sein Name seit langer Zeit steht. In der vollbesetzten Sulmtalhalle erleben die Zuhörer ein mit musikalischen Highlights bespicktes Programm, bei dem Dirigent Marco Rogalski seinen 60 Musikern sehr viel abverlangt.
Sanft
Auf höchstem Niveau werden Melodien zelebriert, die das Motto des Abends lebendig werden lassen. Die Erlenbacher sind musikalisch unterwegs auf dem Pfad der Abenteurer und Helden – mal mitreißend und dramatisch, dann wieder sanft und leise. Die Klänge nehmen die Besucher mit auf eine Reise ins Ungewisse. Gleich beim Einstieg liefern die Sulmtäler mehr als eine bloße Talentprobe ab. Beethovens historisches Orchesterwerk „Auf Wellingtons Sieg bei Vittoria“ wird an den Forte-Stellen kompakt, in den lyrischen Passagen überaus klangschön dargeboten. Nach diesem fulminanten Auftakt bereitet das ambitionierte Amateurorchester in „Ivanhoe“ und „Scaramouche“ gekonnt einen Klangteppich aus, auf dem Solist Klaus Varga (Euphonium) einen sinnlichen, virtuosen Dialog führt. „Gullivers Travels“ nimmt das Publikum vor der Pause nochmals mit auf eine große viersätzige Seereise. Effektvolle Musik, untermalt mit tragischen und klagenden Elementen, wird beeindruckend vorgetragen. Die klassikbegeisterten Laienmusiker begeben sich auch im zweiten Teil technisch und klanglich ohne Fehl und Tadel auf große Abenteuerfahrt. Marco Rogalski schafft es, trotz anspruchvollem Programm sein Ensemble auch bei „Raiders of the Lost Ark“ und bei „Gabriels Oboe“ wieder zu Höchstleistungen anzutreiben. Bei Letzterem beweist sich Solistin Alexandra Stritzel als Meisterin ihres Fachs.
Vielfalt
Mit „E.T“, „Man with a Harmonica“ (Solo Christoph Zartmann) und „A-Team“ werden nacheinander Ohrwürmer intoniert, die für Gänsehautstimmung sorgen. Und bei „Mary Poppins“ kam wieder die klangliche Vielfalt aller Register zum Ausdruck. Sarah Wahl brillierte mit ihrem Sologesang in „Papa, can you hear me?“, und im offiziell letzten Stück bestach das Orchester bei „Tom and Jerry“ nochmals durch seine differenzierte Harmonik. Den mitreißenden Dialog zwischen Kater und Maus führen lupenrein Benjamin Hahn (Posaune) und Markus Leitz (Trompete) aus. Erst nach den zwei Zugaben entlässt das begeisterte Publikum die Musiker und die Moderatoren, Michaela Keicher und Jasmin Wahl, wieder nach Hause. Selbst Dirigent Marco Rogalski bezeichnet seine Musiker anschließend als Helden: „Ihr ward großartig.“

 

Ein anspruchsvolles Konzert präsentierte der Musikverein Erlenbach in der Sulmtalhalle. Sarah Wahl glänzte bei zwei Gesangseinlagen.
Ein anspruchsvolles Konzert präsentierte der Musikverein Erlenbach in der Sulmtalhalle. Sarah Wahl glänzte bei zwei Gesangseinlagen.


Bilder Benefizkonzert für Afrika

In der Bildergalerie sind Fotos vom Benefizkonzert für Afrika zu sehen. Veranstaltungsort war die Sulmtalhalle in Erlenbach. Termin: 16. Oktober 2011.

Mitwirkende waren der Männerchor und der gemischte Chor Lyri-x der Lyra Erlenbach, die MVE-Rebläuse und das aktive Blasorchester des Musikvereins Erlenbach, der Schülerchor der Kaybergschule Erlenbach sowie als Gäste die Showgroup Basambilu aus Südafrika.

(Direkt zu den Bildern: einfach den entsprechenden Link unten anklicken, oder über die Bildergalerie suchen, Seite 1 und Seite 2)

Township live_Benfizkonzert (16.10.2011)

 

 

Fotos von Michaela Keicher

Bericht Benefizkonzert für Afrika

Benefizkonzert für Afrika
Der Musikverein Erlenbach sowie seine Nachwuchsmusiker, die MVE-Rebläuse, beteiligten sich am 16.Oktober bei einer Benefizveranstaltung in der Erlenbacher Sulmtalhalle. Mit dabei eingenommenen Spenden werden Projekte in Südafrika unterstützt.
“Township Live – A Truly African Xperince“ war das Motto der Nachmittagsveranstaltung. Bei ihrem vierwöchigen Deutschlandbesuch stand hierbei nun die Band und Showgroup „Basambilu“ aus Südafrika im Mittelpunkt. Die jungen Musiker kommen aus dem nordöstlich gelegenen Lulekani, in der Provinz Limpopo.
Norbert Rank, Vereinsmitglied und Audi-Betriebsratsvorsitzender, knüpfte dabei im Vorfeld die Kontakte und stellte unter anderem mit unserem Dirigenten Marco Rogalski die Weichen für gemeinsame musikalische Auftritte. Die südafrikanischen Gäste verstanden es perfekt mit ihrem Scharm die Mitwirkenden und Besucher zu begeistern. Bei den Proben gab es keinerlei Berührungsängste und das gemeinsame Musikzieren machte unheimlich Spaß.
Der Besuch der Veranstaltung war überwältigend. Eröffnet wurde das Konzert durch die Jüngsten in unserem Verein. Bei dem fast vierstündigen musikalischen und tänzerischen Feuerwerk gaben alle Akteure ihr Bestes. Unter Mitwirkung aller Beteiligten endete das hochkarätige Programm mit einem grandiosen Finale. Die Gesamtmoderation lag in den Händen von Tamara Rogalski. (von Peter Glaser)

Bericht Konzertreise Como

Konzertreise Musikverein Erlenbach nach Como/Italien
Konzertreise Musikverein Erlenbach nach Como/Italien

Viertägige Konzertreise führte Musikverein Erlenbach in die Lombardei

 

Hervorragende Organisation, brillante Auftritte und großartige italienische Gastgeber – so lautet das Fazit einer Konzertreise des Musikvereins Erlenbach an den Comer See.
Geladen hatte Fiati FilArmonici, das Como Lake Wind Orchestra. Das ambitionierte Blasorchester aus Oberitalien war im letzten Jahr zu Gast in Erlenbach. Nach mehrmonatiger Planung konnten nun die Musikerinnen und Musiker aus dem Heilbronner Unterland an Christi Himmelfahrt den Gegenbesuch antreten.
Schon am Anreisetag eröffnete das Erlenbacher Höchststufenorchester unter der Leitung von Marco Rogalski in Campione d’Italia im großen Festsaal des weltbekannten Casinos eines der bedeutendsten Musikfestivals der Region, das Festival Lago di Como. Bestens vorbereitet führten dabei Jasmin Wahl und Wolfgang Keicher als Moderatorenteam in italienischer Sprache durch das hochkarätige Abendprogramm. Sichtlich beeindruckt von der musikalischen Qualität der Darbietungen forderten die Konzertbesucher mehrere Zugaben von den Gästen aus Deutschland.
Nach einer Besichtigung der Provinzhauptstadt Como und einem ausgiebigen Mittagsmenü begrüßte am Folgetage dann das gastgebende Orchester die Teilnehmer aus Erlenbach.
In Menaggio, einer beschaulichen Gemeinde am Westufer des Comer Sees, war für beide Gruppierungen ein gemeinsamer Konzertabend geplant. Witterungsbedingt musste die Veranstaltung von der Piazza Garibaldi, dem Hauptplatz im Herzen der Stadt, in die nahegelegene Kirche Santo Stefano verlegt werden. Auch hier begeisterte Marco Rogalski mit seinen Erlenbacher Musikern das italienische Fachpublikum. Die spannungsgeladene Atmosphäre des vollbesetzten Gotteshauses sorgte für Prickeln bei den Zuhörern und motivierte die Mitwirkenden zu Höchstleistungen. Sonderapplaus gab es für Sängerin Tamara Rogalski und das Gesangsduo Sarah Wahl und Andreas Vogt. Heftig beklatscht wurden auch Solis in Oboe, Trompete, Klarinette, Posaune und Saxophon. Der zweite Konzertteil des Abends gehörte Fiati FilArmonici. Bis weit nach Mitternacht sorgten auch die italienischen Musiker unter Dirigent Savino Acquaviva für einen Hörgenuss erster Güte.
Am dritten Reisetag stand dann das Freizeitvergnügen ganz im Vordergrund. Morgens brachten zwei Busse die über 80 Reiselustigen in den Ort Lenno. Am Ende einer kurzen Wanderung konnte dort die Villa Balbianello ausgiebig besichtigt werden. Auf einer Halbinsel gelegen, war das Anwesen schon mehrfach Drehort verschiedener Spielfilme. Eine Bootsfahrt nach Bellagio, zur Villa Carlotta sowie zurück nach Como stand anschließend auf dem Tagesprogramm. In den Abendstunden ging die letzte Fahrt auf abenteuerlichen Straßen in die Berge nach Proserpio. In einem von außen unscheinbaren Restaurant wurde in Anwesenheit der örtlichen Organisatoren für alle ein fantastisches Menü gereicht. Eine Überraschungstorte mit dem Wappen des Erlenbacher Musikvereins durfte dabei nicht fehlen.
Etwas Pech hatten die Reiseteilnehmer am letzten Tag bei ihrer Heimfahrt. Einer der beiden Busse wurde vor dem Gotthard-Straßentunnel in einen kleinen Unfall verwickelt. Lange Wartezeiten und hohes Verkehrsaufkommen verzögerte die Rückfahrt um mehrere Stunden. (von Peter Glaser)

Zu den Bildern

Konzerte/Programme in Italien

Auf Einladung von Fiati FilArmonici, dem Como Lake Wind Orchestra, fuhren vom 2. bis 5. Juni fast 60 Musikerinnen und Musiker des Musikvereins Erlenbach im Rahmen einer Konzertreise an den Comer See nach Italien. Schon am Anreisetag eröffneten die Erlenbacher Musiker in Campione d’Italia im großen Festsaal des weltbekannten Casinos mit einem zweistündigen Konzert eines der bekanntesten Musikfestivals Norditaliens, das Festival Lago di Como.  Nach einer Stadtbesichtigung in Como und einem Mittagessen in Brienno trafen sich am Abend des Folgetages dann die Gastgeber mit den Teilnehmern aus Erlenbach. Bei einem Doppelkonzert in der Kirche von Menaggio musizierten beide Orchester. Am dritten Reisetag stand das Freizeitvergnügen im Vordergrund. Neben Bootsfahrten standen Besichtigungen verschiedener Villen am Ufer des Comer Sees auf dem Tagesprogramm. Nach dem Frühstück führte am vierten Tag die Reise über die Schweiz wieder zurück nach Erlenbach.

Programm MV Erlenbach in Campione d’Italia
Programm MV Erlenbach in Campione d’Italia

 

Programm MV Erlenbach und Fiati FilArmonici in Menaggio

Serenadenkonzert 2011

Musikverein spielt auf dem Marktplatz

Serenadenkonzert in romantischer Kulisse

Von Werner Glanz (Heilbronner Stimme 25.05.2011)

ERLENBACH Ein lauer Frühsommerabend, eine romantische Kulisse, dazu ein ambitioniertes Blasorchester und Jungmusiker, die von ihrem Erfolg beim Wertungsspiel in Bad Friedrichshall beflügelt schienen: Das Serenadenkonzert des Musikvereins Erlenbach auf dem Marktplatz verdiente sich die Note sehr gut. Das zahlreich erschienene Publikum war angetan von der Leistung aller. Überaus abwechslungsreich war das Programm mit vielen Höhepunkten und Überraschungen. Traditionelle Blasmusik, Musicals, Schlager, Pop und Klassik: Für jeden Musikgeschmack war etwas dabei. Auch sollte Moderator Wolfgang Keicher Recht behalten: „Wir wollen heute Abend nicht viel quatschen.“ Nur die Kompositionen der Nachwuchsmusiker wurden angekündigt, vom musikalischen Leiter Marco Rogalski selbst.
Bravo-Rufe
Den Rebläusen war es auch vorbehalten, mit zwei lupenrein vorgetragenen Stücken die Serenade zu eröffnen. Die jungen Musiker präsentierten sich aber auch bei den weiteren Auftritten für ihr Alter schon recht souverän. Bravo-Rufe wurden vor allem laut nach ihrem Wertungsstück „Serengeti Dreams“, das ihnen bereits am Vormittag von der Jury eine hohe Punktzahl einbrachte. Ihr Engagement auf dem Marktplatz endete mit Carlos Santanas „Maria Maria“ und „Smooth“. Jede Menge Rhythmus, technische Brillanz und musikalische Perfektion warf das Blasorchester bei seiner Klangreise in die Waagschale. Die begann mit dem flotten Marsch „Over the Hill March“ des Japaners Takeo Hoshiya und endete mit dem New Orleans Straßenjazzstück „Just a closer walk with thee“, das zahlreiche brillanten Solis enthielt.
Gesang
Bestnoten verdiente sich das Höchststufen-Orchester aber auch bei allen weiteren Stücken. Und es erbrachte außerdem den Beweis, auch begleiten und Rücksicht nehmen zu können. Rogalski und seine Musiker gingen behutsam zu Werke und ließen Sarah Wahl und Andreas Vogt bei ihrem Gesangspart zu „Vivo per lei“ jeden gestalterischen Raum. Das Ganze wirkte einstimmend auf die in wenigen Tagen auf Einladung anstehende Reise an den Comer See. Glanzvoll und spritzig endete das Serenadenkonzert mit der Zugabe „Schwabengrüße“, aber noch nicht der Abend. Auf dem Marktplatz wurde bei Bier und Wein noch lange geplaudert.

 

Musikverein Erlenbach Programm Serenade 2011